DAJUKA (Deutsche Akademie für junge Karrieren) – wie alles begann, Teil II

Ich machte mich also auf, meine Angebot des Berufscoachings für junge Menschen zu verbreiten und stieß damit auf großes Interesse. Beinahe jeder Erwachsene, dem ich das erzählte, hatte eine eigene Geschichte zu erzählen, über Berufstests, die unmögliche Berufe ausspuckten, wie z.B. Tankwart bei einem Abiturienten oder Lektorin bei einer Legastenikerin. Ich sammelte alle Geschichten mit dem Vorsatz diese den jungen Leuten zu erzählen, die sich gerade jetzt mit der schwierigen Phase der Berufsfindung auseinandersetzten. Ich habe von allen die Erlaubnis diese Geschichten zu veröffentlichen und werde das später in diesem Blog auch tun. Ich bemerkte, dass die meisten einfach mal eine Ausbildung oder ein Studium angefangen haben, um einfach irgendetwas zu tun. Manchen hatten dabei Glück und auf Anhieb das richtige gefunden, andere mussten verschiedene Irrwege gehen, um den passenden Beruf zu finden. Nur die Naturwissenschaftler, Techniker und Ingenieure taten sich leichter mit der Berufsfindung, da sie sich einfach schon immer für technische Dinge und natürliche Gesetzesmäßigkeiten interessiert hatten und nicht, wie so viele andere, planlos über die ca.  350 unterschiedlichen Ausbildungsberufe und die über 5000 verschiedenen Studiengängen, die Deutschland zu bieten hat, grübelten.

Bei den “Planlosen” wollte ich ansetzen: Durch ein gezieltes Coaching, das sich an den Neigungen und Leidenschaften der jungen Leute orientiert, wollte ich diesen helfen, von Anfang an die für sie passende Berufswahl zu treffen, um nicht so viele Umwege in ihrem Berufsleben gehen zu müssen. Ich bot also meine Coachings an und suchte nach NachfragerInnen. Zunächst wandte ich mich an die Eltern, da ich dachte, ihnen müsste die richtige Berufswahl ihrer Kinder doch am Herzen liegen. Hier stieß ich auch auf viele offene Ohren und bekam auch einige Aufträge, doch die meisten Eltern wollten höchstens in eine Coachingstunde für ihre Kinder investieren, weitere waren ihnen zu teuer oder sie meinten, dass doch der Staat für so etwas aufkommen müssten und schickten ihre Kinder zur Arbeitsagentur oder gaben ihren Kindern einfach selbst gute Ratschläge. Dass die Arbeitsagentur allerdings nicht immer richtig liegt, da die Verantwortlichen dort natürlich nach Arbeitsmarktlage beraten und nicht nach Persönlichkeit coachen, ließen viele außer Acht. Die, die selbst Ratschläge gaben, sahen häufig nicht, dass die emotionale Nähe sie häufig daran hindert, die Berufswahl objektiv und nach den Ambitionen ihrer Kinder zu beurteilen, übersahen sie leider genauso. Eine Mutter verweigerte mir sogar einmal die Zahlung,da ich nicht das aus ihrer Tochter “herauscoachte”, was sie vorher von mir verlangt hatte. Dass ihre Tochter jedoch ganz andere Interessen hatte, wollte sie einfach nicht einsehen.

So kam ich nicht weiter: Die Eltern wollten nicht und die Kids konnten meine Leistungen nicht bezahlen. Also wandte ich mich an Schulen: Die meisten LehrerInnen, denen ich meine Leistungen anbot, fanden diese total interessant, viele erachteten sie auch als absolut notwendig, doch wollten sie diese für ihre SchülerInnen kostenfrei in Anspruch nehmen, denn für einen Coach hat eine Schule kein Geld. Obwohl mittlerweile die Berufsbildung in den meisten Lehrplänen der weiterführenden Schulen verankert ist, kann eine Schule kein Geld für ExpertInnen aufbringen und so müssen die “Berufsbertung” und das Bewerbungstraining/Coaching von den LehrerInnen selbst durchgeführt werden, die sich selbst ja noch nie in ihrem Leben irgendwo beworben und deshalb wenig Ahnung haben. Natürlich greifen sie auf die Unterstützung der Arbeitsagentur zurück und da wären wir dann wieder am Anfang. Ich war verzweifelt.

Nach langem Suchen gelang es mir  schließlich aber doch Geldgeber für mein, meines Erachtens so wichtiges, Berufscoaching aufzutreiben. Wie ich das schaffte lest Ihr beim nächsten Mal….Nur soviel: Ich fand zunächst wichtige Verbündete und gemeinsam ging dann alles leichter. Fortsetzung folgt!

 

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